Hund trainieren

Welche Welpenspielstunde und Hundeschule passt für Ihren Hund?

In den Welpenspielstunden lernen die Hundewelpen ein artgerechtes Sozialverhalten. Dort werden die Grundlagen für die weitere Erzichung und vielleicht Ausbildung in einer Hundeschule gelegt. Bei der Auswahl der richtigen Hundeschule sollte man vorher genau überlegen, welche Ziele man erreichen möchte. Ein Liebhaberhund muss andere Dinge können, als ein Zuchthund und der wiederum unterscheidet sich häufig im Ausbildungsweg vom Diensthund.

Welpenspielstunde

Grundlegend für alle Welpen ist die Welpenspielstunde. Versuchen Sie eine Gruppe zu finden, die Welpen mit möglichst einheitlichem Alter und einigermaßen passender Größe vereint. Natürlich gibt es freche kleine Terrier, die sich gegen viel größere Schäferhundwelpen durchsetzen können. Die Regel ist das aber nicht und wenn Welpen von Kleinstrassen in der Welpenspielstunde ständig nur unterdrückt werden, hat das auch keinen guten Einfluss auf die Entwicklung ihres Selbstbewusstseins. Dann ist Ihnen und Ihrem Hund mit netten vierbeinigen Spielkameraden im Stadtpark mehr geholfen, als mit eine sehr gemixten Welpengruppe.

Wenn die Welpenspielstunde gut geführt wird (Schnupperstunde vereinbaren!), fühlen sich die Welpen nach anfänglicher Zurückhaltung schnell wohl. Einige Grundbegriffe wie „Sitz“ und „Komm“ sollten neben dem Spielen auf dem Programm stehen. Welpen können dort ihr Sozialverhalten zu Hunden und Menschen trainieren, was im Leben immer sehr nützlich ist.

Ein großes, eingezäuntes Gelände sollte zur Verfügung stehen, damit die kleinen Strolche beim Üben nicht ausreißen können. Die meisten Welpengruppen nutzen Hindernisstrecken, die beim Trainieren der Umwelttauglichkeit sehr hilfreich sind. Auch Angsttrainig gegen Regenschirme, Geräusche und „große schwarze Männer“ in Regenmänteln ist in vielen Welpengruppen angesagt.

Junghundkurse

bauen meist auf den Grundkurs in der Welpenspielstunde auf. Ab hier sollte man sehr genau darauf achten, dass die richtigen Dinge gefördert werden. Mehr dazu nachfolgend.

Braucht Ihr Hund eine Hundeschule?

Man benötigt nicht unbedingt eine Hundeschule, um seinem Welpen zu einem liebevollen Hausgenossen zu erziehen. Ein gutes Buch über artgerechte Hundeerziehung, Einfühlungsvermögen und Liebe zum Tier sind schon gute Voraussetzungen, um die Erziehung auch in Eigenregie zu bewältigen. Wer aber merkt, dass der Halbstarke einfach nicht folgen will oder die grundlegenden Kommandos nicht sitzen, der ist in einer Hundeschule besser aufgehoben. Dass Diensthunde und Zuchthunde eine spezielle Ausbildung und Erziehung benötigen, verteht sich von selbst.

Allgemeine Merkmale einer guten Hundeschule

  • Moderne Erziehungsmethoden, die auf Überzeugung des Hundes, Freude am Lernen und der Beschäftigung und nicht auf Gewalt aufbauen.
  • Kein ständiges Anschreien der Tiere, welches doch nur von eigener Hilflosigkeit zeugt, sondern kluge Variationen der Stimme.
  • Bis auf absolute Ausnahmefälle (hochaggressive erwachsene Tiere) sollten keine Zwangsmittel wie Stachelhalsbänder u. ä. zum Einsatz kommen.
  • Für Problemfälle sollte die Buchung von Einzelstunden möglich sein.
  • Das Gelände der Hundeschule sollte für umfangreichere Ausbildungen eingezäunt sein und möglichst nicht direkt an einer Hauptverkehrsstraße liegen.
  • Ein oder mehrere Probestunden wären ideal, bevor ein längerfristiger Vertrag abgeschlossen wird.
  • Der Hundetrainer sollte auf ausreichend Erfahrung verweisen können und das möglichst mit eigenen Tieren demonstrieren können.

Hundeschulen für Liebhabertiere

Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Komm“, die Freifolge an der Leine und das Warten an der Straße sind die Mindestgrundlagen, die Ihr Liebhabertier nach Besuch einer Hundeschule können sollte. Daneben festigt sich durch den Umgang mit anderen Tieren und Menschen das Selbstbewusstsein des Hundes und er erlernt ein normales Sozialverhalten.

Hundeschulen für Zuchthunde

Die meisten Hunderassen müssen zur Erlangung der Zuchttauglichkeit Ausstellungen absolvieren und Wesenstests bestehen. Fragen Sie bitte in der Hundeschule, ob auch ein Ringtraining für die Ausstellung und die Vorbereitung auf Zuchtprüfungen angeboten wird. Solche Kurse werden oft auch von den Ortsgruppen der VDH-Rassehundezuchtvereine angeboten.

Hundeschulen für Diensthunde

Diensthunde können im Schutzdienst, als Behindertenhunde, Jagdhunde, beim Schafehüten oder bei der Polizei sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen. In vielen Fällen wird nur eine spezialisierte Hundeschule diese Ausbildungswege leisten können.

Es gibt aber relativ viele Hundetrainer und Hundeschulen, die die Ausbildung von Schutz- und Fährtenhunden für den Hundesport und die Hundezucht anbieten. Fragen Sie nach, bis zu welcher Ausbildungsstufe (Prüfungsstufe) Sie mit Ihrem Hund gefördert werden könnten. Ein Hundesportverein ist dazu ebenfalls eine gut Anlaufstelle.

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© Hundetraining von SnottyBoggins | Pixabay